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Anlagenkennzahlen

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Vorbemerkung zu dynamischen Verfahren der Investitionsrechnung
Einige Kennzahlen in pv@now beruhen auf dynamischen Verfahren der Investitionsrechnung. Der wichtigste Unterschied zu statischen Verfahren besteht darin, dass dynamischen Verfahren mit Zahlungsgrößen, also Ein- und Auszahlungen, arbeiten, deren Zahlungszeitpunkte explizit erfasst werden.

Dies bedeutet zum Beispiel, dass die Anschaffungsauszahlung bei den dynamischen Verfahren nicht indirekt über die Abschreibungen auf die einzelnen Perioden der Nutzungsdauer verteilt wird, sondern als Auszahlung im Anschaffungszeitpunkt erfasst wird.

Die dynamischen Verfahren der Investitionsrechnung gehen davon aus, dass der Wert von Zahlungen in konstanter Höhe abnimmt, je weiter der Zahlungszeitpunkt in der Zukunft liegt. Dieser Effekt ist auf die Existenz von Zinsen zurückzuführen und kann als Grundlage der dynamischen Verfahren der Investitionsrechnung angesehen werden.
Erläuterung der Anlagenkennzahlen
Eigenkapital: Eigene finanzielle Mittel, die der Investor in das PV-Projekt einbringt.

Fremdkapital: Finanzielle Mittel, die der Investor über Kredite und/oder Zuschüsse in das PV-Projekt einbringt.

Gesamtkapital: Summe aus Eigen- und Fremdkapital
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Kalkulationszinsfuß: Der Kalkulationszinsfuß ist der Zinssatz, zu dem das Eigenkapital hätte alternativ zur PV-Anlage auf dem Kapitalmarkt angelegt werden können.
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Kapitalwert: Der Kapitalwert ist die Summe aller auf den Beginn des Planungszeitraumes abgezinsten Ein- und Auszahlungen, die durch die PV-Anlage verursacht werden.
(Beispiel für Einzahlung: Erlöse aus EEG-Vergütung; Beispiel Auszahlung: Betriebskosten)
Beim Kapitalwertmodell wird von einem einheitlichen Kalkulationszinsfuß ausgegangen, zu dem finanzielle Mittel in beliebiger Höhe angelegt und aufgenommen werden können.
Die Investition in die PV-Anlage ist absolut vorteilhaft, falls der Kapitalwert größer ist als Null.
Die Investition in die PV-Anlage ist relativ vorteilhaft, falls der Kapitalwert größer ist als der eines anderen zur Wahl stehenden Objekts.
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Rendite Interner Zinsfuß (Baldwin): Die Rendite gibt die im Planungszeitraum sich ergebende “Verzinsung” des eingesetzten Eigenkapitals an. Ein- und Auszahlungen werden mit einem einheitlichen Kalkulationszinsfuß gerechnet.
Beim internen Zinssatz nach Baldwin handelt es sich um eine modifizierte Methode des Internen Zinssatzes. Die Ein- und Auszahlungen während der Laufzeit des PV-Projektes werden hier nicht mit dem Internen Zinssatz, sondern mit dem Kalkulationszinsfuß gerechnet. Hintergrund: Der Interne Zinssatz unterstellt, dass eine Wiederanlage von Überschüssen in ein gleichartiges Projekt möglich ist. Dies ist jedoch eher unwahrscheinlich. Daher wird eine Wiederanlage von Überschüssen auf dem Kapitalmarkt unterstellt.

Interner Zinsfuß (Baldwin), (100% EK): Diese Objektrendite ist frei von individuellen Finanzierungsoptionen. Sie geht von 100 % Eigenkapital aus und dient als Vergleichswert zu einer Finanzierung mit Fremdkapital. Die Berechnungsgrundlage ist der interne Zinssatz nach Baldwin.
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Interner Zinsfuß (IRR – Internal Rate of Return): Beim internen Zinssatz handelt es sich um den Zinssatz, der – als Kalkulationszinssatz verwendet – zu einem Kapitalwert von Null führt. Er stellt die Verzinsung des im PV-Projekt zu den verschiedenen Zeitpunkten gebunden Kapitals dar.
Die Investition in die PV-Anlage ist absolut vorteilhaft, falls der Interne Zinssatz größer ist als der Kalkulationszinssatz.
Die Investition in die PV-Anlage ist relativ vorteilhaft, falls der Interne Zinssatz größer ist als der eines anderen zur Wahl stehenden Objekts.

Interner Zinsfuss (IRR), (100% EK): Diese Objektrendite ist frei von individuellen Finanzierungsoptionen. Sie geht von 100 % Eigenkapital aus und dient als Vergleichswert zu einer Finanzierung mit Fremdkapital.
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Liquiditätsüberschuss: Der Liquiditätsüberschuss bezeichnet den Saldo aus Einzahlungen und Auszahlungen am Ende des Planungszeitraumes. Er berücksichtigt keine Abschreibungen.
DCF-Wert: Der DCF-Wert entspricht dem Barwert (diskontierten Endwert) des Liquiditätsüberschusses zurückgerechnet auf den Zeitpunkt der Investition. Als Verzinsung wird der Kalkulationszinssatz verwendet.

Dynamische Amortisationszeit: Die dynamische Amortisation ermittelt den Zeitpunkt, zu dem die Summe der Einzahlungen größer als die Summe der Auszahlungen ist. Der Zeitpunkt der Amortisation wird auf Basis von abgezinsten Ein- und Auszahlungen berechnet. Die dynamische Amortisationszeit entspricht der Zeit, bei der der Kapitalwert der Investition in die PV-Anlage gerade null ist bzw. erstmals positiv ist.

Statische Amortisationszeit: Die statische Amortisation ermittelt den Zeitpunkt, zu dem die Summe der Einzahlungen größer als die Summe der Auszahlungen ist. Die statische Amortisationszeit entspricht dem Zeitpunkt bei dem die Liquidität kumuliert gerade null ist bzw. erstmals positiv ist.

Solarstromgestehungskosten: Die Gestehungskosten der Photovoltaikanlage sind die Investitions- und Betriebskosten in Euro. Es werden dabei Degression, Wartung und Kapitalkosten berücksichtigt. Die Solarstromgestehungskosten berechnen sich aus den Gestehungskosten der Photovoltaikanlage geteilt durch die von ihr erzeugten Kilowattstunden Solarstrom. Die Solarstromgestehungskosten lassen sich z.B. mit dem Wert eingekauften Netzstroms vergleichen.

SunShine Vorschlag für die Bewertung
Wir empfehlen Ihnen den Kalkulationszinsfuß auf einen Wert zu setzen, wie er auf einem Sparbuch (20 Jahre Laufzeit) erreicht werden kann. Verwenden Sie zur Bewertung Ihres Projektes dann die Kennzahl Interner Zinsfuß (Baldwin).